Die Berufsfeuerwehr

Die Anstellung eines städtischen Zeugwarts am 1.5.1908 gilt als die Geburtsstunde der Berufsfeuerwehr Bern. Adj Uof Ernst Schneider wohnte nicht nur in der Dachwohnung des Brandwachtlokals an der Nägeligasse, er steuerte das Elektromobil der damaligen Brandwache und war für dessen Unterhalt und das weitere Feuerwehrmaterial verantwortlich.

Seither sind über hundert Jahre vergangen: Feuerhaken und Löscheimer sind längst im Museum, Bestandeserhöhungen, ein sich wandelnder Fahrzeug- und Materialpark, Alarmierungs- und Meldesysteme nach den neusten technischen Errungenschaften, der Umzug in die einst „neue“ Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse lebende Geschichte. Sonderstützpunktaufgaben weit über die Gemeindegrenze hinaus, der Zusammenschluss von Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt oder die Berufsanerkennung durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie zeugen vom steten Wandel – kurz, die Feuerwehrleute beschränken sich längst nicht mehr auf die Brandbekämpfung, die Berufsfeuerwehr Bern steht heute für ein modern ausgerüstetes, gut ausgebildetes, schlagkräftiges Kompetenzzentrum für Schutz und Rettung.

Gesellschaftliche, technologische und umweltbedingte Veränderungen stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Augenfällig wird dies am Neubauprojekt Feuerwehrstützpunkt Forsthaus West. Das Gebäude sollte im Frühjahr 2015 bezugsbereit sein und die jetzige Feuerwehrkaserne ersetzen, die aus allen Nähten platzt. Der Neubau soll Grundlagen schaffen, um die Feuerwehrversorgung und den Bevölkerungsschutz der Stadt Bern auch in der Zukunft optimal zu gewährleisten. Der Ausbau von Sonderstützpunktaufgaben auf Kantonsgebiet, die Übernahme von Feuerwehraufgaben für Anschlussgemeinden, Regionalisierungsentwicklungen in der Zusammenarbeit mit Zivilschutzorganisationen oder auch ein integrales Risikomanagement im Bereich von Katastrophen und ausserordentlichen Lagen sind nur Stichworte zu umfassenden zukunftsweisenden Themenkreisen.